Gartengestaltung

In der Planungsphase der Gartengestaltung entwickeln wir eine Vorstellung davon, wie der Ort seine Kraft entfalten kann. Darauf folgt die «Initialisierung» durch die bauliche Umsetzung. Hier werden Thema und Konzept ausgearbeitet, die Raumbildung in der Topographie erschlossen, sowie die Nutzung, Materialisierung und Bepflanzung definiert. Im weiterführenden Gestaltungsprozess der Gartenpflege wird der Garten schliesslich wachgerufen und entfaltet mit der Zeit seine volle Pracht.

Genius Loci

Jeder Ort hat seine Geschichte. Das ist der «genius loci» – der sprichwörtliche Geist des Ortes, der die Lebensqualität, Energie und Kraft beschreibt, die an einem Ort wirkt. Denn alles was passiert ist, wirkt am Ort nach und ist an den Objekten, dem Material, den Lebensformen, an den Oberflächen und am Terrain ablesbar. Dem entsprechend besteht die Kunst der Gartengestaltung darin, das am Ort Vorhandene zu begreifen, in eine Beziehung zur zukünftigen Gestaltung zu stellen und die Verhältnisse neu zu ordnen. Es ist eine Einladung, die eigene Wahrnehmung zu überprüfen, mit dem Ort «in Resonanz« zu gehen und zu beantworten, was man an Neuem einladen will.

Gartensitzplatz mit Bäumen

Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der
Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht.

Thema und Konzept

Wir wollen unsere Kunden verstehen und erfahren, was sie bewegt und wie sie ihr Leben gestalten möchten. Wo gibt es Raum für Neues? Was wird gebraucht? Häufig geht es dabei um das Bewusstmachen von Stärken und das Entfernen von Störungen, die am Ort wirken. Das «Thema» in der Gartengestaltung ist die Antwort auf die Frage, was der Ort braucht, damit dieser den Kunden optimal bereichern kann. Daraus wird eine Haltung, «in die sich das Leben spült». Das anschliessende gestalterische Konzept führt zum ausformulierten Ziel, in dem die Bedürfnisse des Kunden in eine stimmige Beziehung zum Ort gestellt werden.

Gartenplanung Skizze

Funktionalität

Der Ort soll den Bedürfnissen und der Entfaltung des Menschen dienen. Die Funktionalität in der Gestaltung geht auf diese konkreten Nutzungsansprüche ein: Sitzplätze, Sonnensegel, Stützmauern, die Hangnutzung und Terrassierung, eine Aussenküche, der Velo-Schopf, Stauräume – das sind viele Ausstattungsdetails, denen wir den Platz zuweisen. Die Kunst der Gartengestaltung ist, die unterschiedlichen Facetten der funktionalen Bedürfnisse, des Ortes und des Designs miteinander zu verschmelzen und in einen sorgfältigen gestalterischen Reifeprozess einfliessen zu lassen.

Raumbildung

Raumbildung ist das Spiel zwischen Ausdehnung und Begrenzung, Spannung und Entspannung. Der Raum soll Leben einladen und zwischen diesen Polen möglich machen. Man definiert Räume und Topographien, in denen eine Stimmung gespiegelt oder eine Resonanz ausgelöst wird. So schafft man bewusst ein Gefüge, in dem eine gewünschte Erfahrung gemacht werden kann: Einblick, Rückzug, Aussicht oder Kontemplation. Durch Raumbildung wird definiert, was man wie sehen will.

Materialisierung

Die bewusste Materialwahl steuert besonders viel zur Emotionalität bei und verdichtet die beabsichtigte Wirkung und Wertigkeit. Gerade bei ökologischen Aspekten hat die Materialität besonders viel Einfluss auf die Atmosphäre eines Raumes, weil über die bewusste Wahl des Materials auch die Haltung transportiert wird. Die Materialität von Oberflächen und die Oberflächenbeschaffenheit prägen und stärken damit massgeblich den Gesamteindruck.

Bepflanzungsdesign

Im Bepflanzungsdesign geht es um die gestalterische Einflussnahme auf lebendige Pflanzengesellschaften. Es werden die Bereiche der kulturellen Gestaltung – wie das Design – mit den natürlichen Gestaltungsprinzipien von Pflanzengesellschaften, so wie sie in der Natur vorkommen, verbunden. Wir heben damit den Naturbezug auf Augenhöhe zu unseren gesellschaftlichen Errungenschaften und Werten. Beim Bepflanzungsdesign malen wir mit lebendigen Farben die gewünschten Atmosphären, denn mit der unerschöpflichen Formen- und Farbenvielfalt der Pflanzen kann man jede beliebige Stimmung kreieren.

Projektleitung

Mit dem Ende der Planung ist die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Gestaltungsthema abgeschlossen. Durch den folgenden Projektstart kommt die «Realität Ihres Gartens» ins Spiel und damit oft Unvorhergesehenes. Die Kunst der Projektführung besteht darin, bei Abweichungen vom Kurs die Richtung grundsätzlich zu halten, zielführend zu reagieren und letztlich den gesamten Prozess mit allfälligen Diskussionen, Konflikten und Lösungen als Mehrwert zu begreifen. Das Projekt ist damit oft eine intensive Form der Beziehungsgestaltung. Schwierigkeiten sind immer Chance und Aufgabe zu wachsen. Um sicherzustellen, dass die definierten Gestaltungsziele erreicht werden, spielen für uns die zielorientierte Umsetzung, die Sicherstellung des finanziellen Rahmens, die Verantwortung für einen budgetgerechten Kurs sowie eine hervorragende Kommunikation eine grosse Rolle.

Verlegen von Bodenplatten

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